Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat über viele Jahre hinweg eine aufopfernde Energie in das Land Somalia gesteckt, doch nun beenden sie dort ihre Arbeit.

Die Ärzte ohne Grenzen opfern teilweise ihre Urlaube, um für ein paar Wochen in den Ländern, in denen die medizinische Behandlung kaum oder gar nicht vorhanden ist, den Menschen zu helfen, soweit es ihnen dort unter den Umständen möglich ist. Ihre Arbeit in den Ländern, in diesem Falle nun Somalia, wissen die Menschen, dass die Ärzte kommen und bitten um Hilfe. Die Organisation der Ärzte ohne Grenzen ist für ihren internationalen Einsatz sogar bereits mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die Ärzte nehmen kein Geld ein, wenn sie in die Länder kommen. Im Gegenteil, sie bringen oftmals sehr viel medizinisches Gerät oder Hilfsmittel, Medikamenten usw. mit, welches sie teilweise aus der eigenen Tasche oder mit Hilfe von Spenden bezahlt haben. Denn nur so können sie dann auch eine gute Behandlung gewährleisten. Oder eher die für Somalia möglichst beste Hilfe.Ein weiterer wichtiger Punkt ist nun, dass die Ärzte ohne Grenzen völlig unabhängig arbeiten. Sie versorgen Patienten. Aber sie halten sich aus Schwierigkeiten raus, stellen sich auf keine Seiten. So können sie ihre Arbeit halbwegs sicher verrichten.

Doch nun wird es in Somalia auch für die Ärzte ohne Grenzen zunehmend gefährlich. Die Helfer werden entführt, angegriffen oder sogar getötet. Das bedeutet, dass die Arbeit, die sie dort leisten, eigentlich umsonst ist. Wenn sie Patienten behandelt haben, tobt außerhalb ihrer Camps wieder der Ausnahmezustand, bei welchem nur wieder noch mehr Menschen erneut verletzt oder getötet werden. Die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen ist in Somalia mehr eine Art Tropfen auf den heißen Stein. Und dann dann unter Lebensgefahr dort zu arbeiten, das kann auch der Organisation nicht zugemutet werden. Aus diesem Grund haben die Ärzte nun ihre Arbeit in Somalia abgebrochen. So bleibt ihnen nichts, als das Land und deren Opfer sich nun doch sich selbst zu überlassen. Was natürlich sehr bedauerlich ist.