Der genetische Fingerabdruck ist nicht gleichzustellen mit einem normalen Fingerabdruck. Denn bei einem genetischen Fingerabdruck ist ein charakteristisches DNA-Profil zu jeder einzelnen Person, Pflanze oder jedem einzelnen Tier zuzuordnen. Um jedoch festzustellen um welches Individuum es sich handelt, braucht man Gewebeteile, Sperma, Hautzellen, Haare oder Speichel.

Im Jahr 1984 wurde der genetische Fingerabdruck durch Zufall von dem Genetiker Alec Jeffreys in Großbritannien entdeckt. Er wusste sofort, dass ist ein Thema von großer Bedeutung und machte seine Entdeckung öffentlich und arbeitete dann im DNA-Bereich weiter.
1988 wurde der genetische Fingerabdruck zum ersten mal in Deutschland, als Beweismaterial, in einem Strafprozess anerkannt.
Allerdings darf man in Deutschland nicht einfach so ein genetischen Fingerabdruck nehmen, ohne die Erlaubnis der jeweiligen Person bekommen zu haben. Ist ein solcher Abdruck allerdings notwendig, um z.B. eine DNA-Probe zu bekommen, so ist es durch einen richterlichen Beschluss erlaubt, dieser Person einen ,,Abdruck” zu entnehmen.

Die Nutzung der genetischen Fingerabdrücke ist sehr vielfältig und in vielen Gebieten anwendbar. So kann man z.B. einen Vaterschaftstest oder eine Verwandtschaftsanalyse machen lassen, damit einem kein ,,falsches Kind” untergeschoben wird. Dabei wird die DNA der entsprechenden Personen miteinander verglichen und um so ähnlicher sie sich sind, desto näher sind sie miteinander verwandt.
Auch kann diese Technik nützlich sein, um herauszufinden, wo unsere Lebensmittel herkommen. Dabei werden auch Verwandtschaftsanalysen durchgezogen, bloß mit DNA – Proben von Pflanzen oder Tieren.
Die wohl bekannteste Anwendung ist bei der Kriminaltechnik. Dabei können Spuren am Tatort zum möglichen Täter führen. Doch auch Leichen können im besten Fall damit identifiziert werden, selbst wenn sie massiv zerstört sind oder sogar verbrannt worden.

Der große Vorteil dieser Methode ist, das es nur eine sehr geringe Fehlerquote gibt, die im Moment bei 0,5% liegt. Außerdem bekommt man durch sie einen sehr hohen Informationswert und viele Täter können inzwischen geschnappt werden.

Doch der genetische Fingerabdruck kann auch uns ein wenig Sicherheit geben. Die Sicherheit darin, der Vater eines Kindes zu sein und dass man nicht umsonst für das Kind Unterhalt zahlt. Oder die Sicherheit, dass immer mehr Täter geschnappt werden und die Gefahr selbst ein Opfer zu werden damit sinkt. Doch auch die Sicherheit, dass man nicht plötzlich selbst als Täter abgestempelt wird, weil man so aussieht als hätte man diese Tat begangen.

Der genetische Fingerabdruck bietet also eine bessere Sicherheit und hilft der Gesellschaft, die Wahrheit herauszufinden.