Fidel Castro, offiziell geb. 13. August 1926 in Kuba war Initiator der kubanischen Revolution und ehemaliger Regierungschef Kubas.

Leben

Geboren wurde Fidel Castro als uneheliches Kind eines ehemaligen spanischen Soldaten und Plantagenbesitzers. Nach mehreren veränderten Namensurkunden erhielt Castro 1943 seinen bis heute gültigen Namen Fidel Alejandro Castro Ruz.
Während seines Jura-Studiums an der Universität von Havanna, welches er 1950 mit der Promotion zum Doktor des Zivilrechts abschloss, war Fidel Castro politisch sehr engagiert und nahm beispielsweise an dem gescheiterten Manöver zur Befreiung der Dominikanischen Republik von ihrem Diktator teil.

Kubanische Revolution

Als im Jahre 1952 Fulgenico Batista durch einen Militärputsch ein diktatorisches Regiment begann, fokussierte Fidel Castro seine politischen Aktionen auf den Sturz Batistas. Ein Kasernen-Angriff resultierte allerdings in Castros Gefangennahme und Verurteilung zu 15 Jahren Haft. Fidel Castro pflegte während der Jahre in Gefangenschaft – die tatsächlich nur zwei Jahre dauerte – den Kontakt zu politischen Freunden und war über die Geschehnisse im Land informiert.
Nach seiner Freilassung ging Castro nach Mexiko, wo er gemeinsam mit dem argentinischen Kämpfer Ernesto „Che“ Guevara eine Gruppe Untergrundkämpfer militärisch ausbildete. 1956 brachen sie nach Kuba auf, wo sie zwei Jahre lang einen Guerillakrieg gegen Batistas Armee führten. Batista flüchtete schließlich und Fidel Castro übernahm die Rolle des Regierungschefs. Gemeinsam mit seinem Bruder Raúl und Che Guevara begann Castro den Neuaufbau Kubas. Er versuchte zunächst die Beziehungen zu den USA aufrechtzuerhalten, erklärte diese jedoch nach einigen Anschlägen auf seine Person als Feind und orientierte sich vermehrt in Richtung UdSSR und Kommunismus. Die Wirtschaftsbeziehungen zur UdSSR führten dazu, dass diese 1962 Militärstationen mit atomisierten Waffen auf Kuba errichteten, worauf die USA mit einer Seeblockade um Kuba reagierten. Beide Nationen drohten mit einem Atomangriff, sollte die jeweils andere sich nicht zurückziehen: die sogenannte Kubakrise brach aus und nur durch geheim gehaltene Absprachen und den Abzug der UdSSR konnte ein Atomkrieg verhindert werden.

Regierung

Fidel Castros Politik zeichnete sich durch eine marxistisch-leninistische Ausrichtung und Internationalismus aus. Wirtschaftlicher Handelspartner war vornehmlich der RGW, welcher im Rahmen der politischen Veränderungen in den sowjetischen Ländern um 1990 zusammenbrach und auch Kuba in eine Wirtschaftskrise stürzte, woraufhin viele Kubaner in die USA flohen. Castro wurde dadurch gezwungen, die wirtschaftliche Isolierung Kubas aufzuheben und unter anderem Außeninvestitionen, privatwirtschaftlichen Einzelhandel sowie den Dollarbesitz zu ermöglichen. Dennoch ist Kuba bis heute wirtschaftlich geschwächt.
Nach einer schweren Erkrankung trat Fidel Castro 2008, nach 47 Jahren, von allen politischen Ämtern zurück und überlies die Staatsführung seinem Bruder Raúl. Trotz gesundheitlicher Probleme tritt er allerdings immer noch von Zeit zu Zeit mit politischen Aussagen in die Öffentlichkeit.