Zur Welt gekommen ist der erste Laborburger in der niederländischen Universität Utrecht-Maastricht. Entwickelt wurde das Laborfleisch von Professor Mark Post seit dem Jahre 2008.

Dafür nutzte er Muskelstammzellen von Rindern. Diese wurden vermehrt durch eine Nährlösung, welche aus dem Blutserum von Rinderföten besteht. In der Petrischale bildeten sich aus der Nährlösung dünne Gewebeschichten. Werden mehrere von diesen zusammengelegt und dann gepresst, wird daraus der Laborburger. Insgesamt 20.000 Muskelstränge waren für das Züchten der insgesamt 140g schweren Frikadelle nötig.
250.000€ Entwicklungskosten wurden in das Projekt durch einen anonymen Spender investiert. Gerüchten zu Folge könnte es sich bei dem Spender um Sergey Brin handeln, ein Mitbegründer von Google.

Die Herstellung dieses Laborburger ist auch dringend nötig. Es wird damit gerechnet, dass der Fleischverbrauch bis 2050 um etwa 73% ansteigt. Um die Umwelt zu schonen und die Tiere zu schützen, ist dies ein wichtiger Schritt. Etwa 700 Millionen Tiere werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet. Werden hier noch der Futter-, Flächen- und Wasserverbrauch mitgerechnet, wird die Laborkost sehr lukrativ. Außerdem soll auch die Armut in den armen Ländern verringert werden.

Ein weiterer Denkanstoß ist die Umverteilung des Fleisches. Weltweit gibt es 1,4 Millionen Menschen die übergewichtig sind und 1 Million Personen die hungrig einschlafen.
Der Laborburger soll gut schmecken und den Fleischbedarf für die Zukunft decken.

Aber macht und kann er das? In London wurde die Frikadelle das erste mal am 05.08.2013 zwei Testessern präsentiert und geschmacklich getestet. Zur Frikadelle gab es das Burger Brötchen und Salat.
Die Konsistenz ist perfekt, wie bei einer normalen Frikadelle, allerdings ist das Laborburger Fleisch nicht so saftig. Das liegt an dem fehlenden Fett im Gewebe, welches im Labor noch nicht zugesetzt oder mit gezüchtet werden kann.

Bis die Laborburger massenhaft erzeugt werden, wird noch Zeit vergehen. Zurzeit rechnet Professor Post mit circa 20 Jahren Entwicklungszeit. Es fehlt auch noch die Erkenntnis, welche der 10.000 Eiweiße den Wachstum auslösen und welche nicht nötig sind.