Fidel Castro Ruz, prägte wie kaum ein anderer Staatschef die Geschicke seines Landes. Ganze 49 Jahre lang war er in verschiedenen Schlüsselpositionen Kubas immer die prägende Figur des Inselstaates. Um die Person von Fidel Castro, der in Kuba immer noch verehrt wird, tummeln sich Sagen und Mythen.

Lebensweg von Fidel Castro

Der am 13. August 1927 in Birán auf Kuba geborene Fidel Castro ist der uneheliche Sohn eines spanischstämmigen Plantagebesitzers und seiner Hausköchin. Fidel Castro hat zwei Brüder, Raul und Ramon, vier Schwestern, Angela Maria, Emma, Juana und Agustina sowie zwei Halbgeschwister, die aus der ersten Ehe des Vaters stammten sowie einen weiteren Halbbruder aus einer weiteren Beziehung des Vaters. Er wurde katholisch erzogen, studierte Jura und fiel durch seine politischen Ansichten und Engagement auf.
Er beteiligte sich an mehrere militärische Aktionen, die stets darauf gerichtet waren, den Diktator Batista zu stürzen. Es saß im Gefängnis, wurde amnestiert und führte in Kuba den Widerstand gegen Batista weiterhin an. Zur Jahreswende 1958/1959 gelang ihm der definitive Sieg über das Batista-Regime und die Machtübernahmen in Kuba.

Castros Rolle nach dem Sturz von Batista

Wie kein anderer Revolutionär prägte und prägt Fidel Castro die Geschichte von Kuba. Der Inselstaat ohne dem “maximo Lider” ist völlig undenkbar. Dies war damals, zur Jahreswende 1958/1959, als Batista ins Exil musste, sowie während der gesamten Zeit bis zum Jahre 1989, als das Sowjetregime zerbrach, der Fall. Fidel Castro hat die Geschicke des karibischen Inselstaates nicht nur geprägt, sondern vielmehr bestimmt. Nach dem Sieg der Revolution auf Kuba suchte Castro einen neuen Weg für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Er war damals keinesfalls auf Sozialismus bzw. Kommunismus festgelegt. Als die Vereinigten Staaten, die Kuba als einen Vasallenstaat, zuständig für Prostitution und Glücksspiel betrachteten, ihren Einfluss aus selbstverständlichen Gründen schwinden sahen, wurde eine ablehnende Politik gegen das Castro-Regime zur Standardpolitik erklärt. Der wiederholte Versuch der USA, Castro durch die CIA ermorden zu lassen trug zu einer deutlichen Abkühlung der Beziehungen beider Staaten bei.
Nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des sowjetischen Politbüros, Nikita Chrustow, am Rande einer UNO-Versammlung im Jahre 1960 wurde der Weg zu einer engen Zusammenarbeit auf politischer, ideologischer und militärtechnischen Ebene bereitet. Castro betrieb eine erfolgreiche Politik des Internationalismus und unterstützte viele Länder, vornehmlich im afrikanischen Kontinent.

Fidel Castro nach dem Zerfall der Sowjetunion

Castro stand der Politik von Gorbatschow grundsätzlich ablehnend gegenüber. Mit dem Zerfall der Sowjetunion gehörten die Unterstützungen, die dieses Land an Kuba regelmäßig leistete, der Vergangenheit an. Zu diesem Zeitpunkt waren alle maßgeblichen Regierungen der Meinung, dass auch Kuba bald den sozialistischen Weg verlassen würden und die Macht von Castro wohl beendet sei. Doch auch hier zeigte sich Castro als genialer Staatslenker, rief den “Periodo especial” aus (besondere Zeit) und öffnete das Land für Investitionen, die vornehmlich im Tourismus vorgenommen wurden. Auch zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass Castro und kein anderer die Geschicke des Inselstaates lenkte.

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