Es war ein Paukenschlag, als im Juli die Nachricht über den Ticker ging, die Baumarktkette Praktiker ist insolvent, der Baumarktkette fehlte neben dem Geld für die Löhne auch das Geld für die Warenversorgung ihrer Märkte. Wer kennt nicht die bekannte Fernsehwerbung “20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung” von Praktiker. Vielleicht war genau dieses Konzept mit den 20 Prozent Rabatt auf fast alles, einer der Gründe für die Insolvenz von Praktiker. 168 Praktiker-Filialen mit Tausenden Angestellten sind von der Insolvenz in Deutschland betroffen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt diese Insolvenz, da Ende Juli plötzlich auch das Tochterunternehmen der Baumarkt Max Bahr in den Insolvenzstrudel von Praktiker gezogen wurde. Das Tochterunternehmen Max Bahr verfügt in Deutschland über 54 Filialen, insgesamt sind von der Praktiker und Max Bahr Insolvenz ca. 15000 Menschen betroffen.

Warenversorgung gesichert – wie geht es weiter?

Die Insolvenz von Praktiker ist aber nicht zwangsläufig das Ende der Baumarktkette. So gibt es bereits laut dem bestellten Insolvenzverwalter, erste Interessenten an der Baumarktkette, konkretes gibt es aber noch nicht. Im September will der Insolvenzverwalter der im Augenblick die beiden Baumarktketten führt, über erste Angebote von Interessenten informierten. Doch was bedeutet diese Insolvenz für mich als Kunden? Kurz und knapp: Nichts, auch weiterhin kann man als Kunde bei Praktiker einkaufen, den auch hier konnte der Insolvenzverwalter, eine positive Nachricht vermelden, die Warenversorgung aller Praktiker-Filialen ist gesichert. So wird die Warenversorgung der Filialen über einen sogenannten Massekredit bis auf Weiteres finanziert, darauf konnten sich die Banken, die Lieferanten und der Insolvenzverwalter einigen. Was mit der Sicherstellung der Warenversorgung nicht bekannt wurde, ist Frage ob es beim bekannten Werbespruch von Praktiker bleibt: “20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung”?