Der Physiker Stephen Hawking kann wohl zu Recht als einer der genialsten Wissenschaftlern unserer Zeit genannt werden. Er wurde am 08. Januar 1942 als Sohn eines Arztes und einer Wirtschaftswissenschaftlerin im britischen Oxford geboren. Seine wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Astrophysik und der Allgemeinen Relativitätstheorie. Gegenstand seiner Forschung sind vor allem Schwarze Löcher sowie die grundlegenden im Weltall herrschenden Gesetze. Bekanntheit erreichte Stephen Hawking u. a. durch die Entdeckung der nach ihm benannten Hawking-Strahlung.

An der Universität von Oxford erhielt er dank seiner guten Auffassungsgabe ein Stipendium für Physik. Bereits mit 24 promovierte er an der Cambridge Universität, wo er anschließend auch arbeitete. Ebenfalls an der Cambridge Universität war Stephen Hawking als Professor von 1979 bis 2009 Inhaber des Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik und damit Nachfolger Isaac Newtons, der einst ebenfalls Träger dieses Amtes war.Stephen Hawking ist darüber hinaus Herausgeber einer Reihe von populärwissenschaftlichen Sachbüchern für Erwachsene und Kinder, die sich mit der Astronomie beschäftigen und zu Bestsellern wurden. Aufgrund seiner herausragenden Forschungsarbeiten erhielt er zahlreiche hochrangige Auszeichnungen, Ehrendoktorwürden und ist bereits seit seinem 32. Lebensjahr Mitglied in der Royal Society.

Im Alter von 21 Jahren erkrankte Stephen Hawking an Amyotrophe Lateralsklerose. Die schwere Beeinträchtigung seines Nervensystems fesselte ihn bald für immer an den Rollstuhl und führte außerdem zu einer fortschreitenden Degeneration der Muskulatur. Im weiteren Verlauf wurde er immer bewegungsunfähiger. 1985 verlor er außerdem durch eine Lungenentzündung auch seine Sprache, so dass er heute auf einen Sprachcomputer angewiesen ist, den er ausschließlich mit den Augen steuert. Stephen Hawking war zwei Mal verheiratet und hat aus erster Ehe drei Kinder.

Während der Jesuitentagung von 1981 beschrieb Stephen Hawking als bekennender Atheist ein Universum, dass nach seinen Vorstellungen weder einen Anfang noch ein Ende habe und deshalb auch keines Schöpfergottes bedürfe.